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Julia Seiler

Rohrdorf, 18 Jahre, FOS-Schülerin

Julia Seiler aus Rohrdorf  

Ich bin 18 Jahre alt und besuche derzeit die 12. Klasse des sozialen Zweiges der Fachoberschule in Rosenheim . In meiner Freizeit liebe ich Musik, deshalb lerne ich Klavier und habe lange Zeit Geige gespielt. Außerdem bereitet mir Standard - und Latein-tanzen viel Freude.
Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen, die ich im Praktikum der Fachoberschule machen durfte, wurde mir erstmals bewusst, wie schön das gemeinsame Verbringen von Zeit zwischen den unterschiedlichen Generationen ist und wie viel man voneinander lernen kann.
Während meiner Praktikumszeit im Seniorenwohnen Haus St. Anna in Thansau und im Sonderpädagogischen Förderzentrum in Rosenheim konnte ich wertvolle Einblicke und neues Verständnis für ältere Mitbürger als auch für das kindliche Verhalten bei den Förderschülern gewinnen.
Oft fehlt in unserem hektischen Arbeitsalltag die Zeit sich Anekdoten aus dem Leben der Senioren anzuhören. Kinder lieben Geschichten und erfreuen sich daran. Auch häkeln oder Socken stricken sind Fertigkeiten, die leider oft im Alltag nicht mehr gelernt werden, die aber zu einer positiven Entwicklung der Feinmotorik der Kinder beitragen kann.
Viele Senioren sehnen sich wieder nach einer neuen Aufgabe, der sie sich widmen können.
Kinder, deren Großeltern keine Zeit finden oder möglicherweise schon verstorben sind, könnten so von dem Wissen und Erfahrungsschatz der „ Ersatz-Großeltern“ lernen. Diese Symbiose aus beiden Generationen könnte das gegenseitige Verständnis fördern.
„In den Mehrgenerationenhäusern werden das Wissen und die Kompetenzen aller Generationen unter einem Dach zusammengeführt. Junge Menschen lernen hier von Älteren gegenseitige Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung. Seniorinnen und Senioren bietet sich durch die Begegnung und den Austausch mit Jüngeren die Gelegenheit, Neues zu entdecken und sich aktiv einzubringen.“( Quelle: www.mehrgenerationenhäuser.de) Beispielsweise könnte der älteren Generation die Handhabung und Nutzung und damit die Vorteile der neuen Medien (Computer, Handys, u.ä) näher gebracht werden und im Gegenzug werden handwerkliche Kunstfertigkeiten (Stricken, Häkeln, u.ä) der jüngeren Generation vermittelt. Beiden Generationen wäre damit gedient. Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen werden durch die Weitergabe des Wissens gestärkt und durch gemeinsame Erlebnisse z. B durch Vorlesestunden ein Zusammengehörigkeitsgefühl vermittelt.
Angelehnt an dieses Projekt könnten gemeinsame Unternehmungen oder Treffen eine Möglichkeit darstellen, dies bei uns in der Gemeinde umzusetzen.

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